Liebe Leserin, lieber Leser,  

dem „Weihnachtsheft“ folgt schon wieder mal das „Osterheft“. Die Lateiner sagen da „tempus fugit!“. Ihr Menschen spürt es ja noch viel mehr als ich, wenn´s ziept und zwackt: „Die Zeit vergeht wie im Fluge!“. Damit musst Du leben Mensch!

Ach, da ich gerade davon spreche: ICH WÜNSCHE DIR ZEIT heißt ein Gedicht der Lyrikerin Elli Michler (1923 - 2014). Fühle Dich damit von mir beschenkt und angesprochen.

Liebe Leserin, lieber Leser,  

und wieder einmal geht das Jahr dem Ende zu. Was soll ich sagen? Auch ich altere und mein Dienst wird immer beschwerlicher. Die Müdigkeit nimmt zu und meine Gedanken fließen nicht mehr so flott. Es wird so langsam Zeit …. Doch wieder aufgerafft, steht doch wieder ein großes Fest vor der Tür und mit dem neuen Jahr 2019 soviel Unbekanntes!

Liebe Leserin, lieber Leser,  

was ist schon wieder alles passiert seit dem letzten Mal, als ich mich an dieser Stelle zu Wort gemeldet habe?

Unfälle, schlimme Meldungen, Wutausbrüche von Menschen, die mich damit überrascht haben. Aber auch ein „Ende gut, alles gut!“ der Lilien auf dem Felde (Mt. 6,28). Erst vor kurzem sind die Konfirmandengruppen (mir gegenüber) feierlich eingesegnet worden. Im Gegensatz zu früher wird den Konfis ja nicht mehr so viel Memorierstoff „zugemutet“.

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

als ich mir für diese Ausgabe so meine Gedanken gemacht habe, war es sehr heiß und die Erde lechzte so sehr nach Wasser. „Lieber Gott, warum lässt du es denn nicht regnen?“ Mancher Schüler hat schon wieder mit Bauchweh an das neue Schuljahr gedacht. „Lieber Gott , bitte mach, dass es besser läuft!“

Ja, „lieber Gott“, wer das noch denkt, ist überzeugt oder hofft zumindest, dass Go die Menschen liebt und erwartet eigentlich auch, dass er vor Unglück und vor Leid beschützt und Euch mit Gutem bedenkt. Wenn ich allerdings die Not, die Schläge, die Katastrophen auf der Welt - gerade auch hier unter mir - sehe, dann verstehe ich auch die Zweifel von Vielen von euch an Gott und am Sinn noch zu beten.

Doch, was ist Gutes, das Gott Dir tun soll? Was ist Unglück? Was ist Glück? Der Dichter Christian Morgenstern macht es in folgender Geschichte klar:

Liebe Leserin, lieber Leser,

in dem Song „Banküberfall“ von EAV heißt es: „.. das Böse ist immer und überall.“ Klingt lustig, ist es aber ganz und gar nicht, denn auch auf Artgenossen auf so mancher Kirchturmspitze ist schon geschossen worden. Sich zu entziehen ist nicht wirklich möglich, denn „.. das Böse ist immer und überall.“ Schon seit Anbeginn Eurer Spezies ist das so - bis heute.

Darum habt ihr Menschen auch weiterhin allen Grund mit den Worten des Vaterunser zu beten: „Erlöse uns von dem Bösen.“ Ihr meint, dass Ihr lernfähige Menschen seid. Wenn ich so ins Land hineinhöre und -schaue, bekomme ich schon ein bisschen Angst um Euch. „Des Menschen Trachten ist böse von Jugend auf“, heißt es schon in der Bibel - vor der Sintflut. Dann kam die Flut, um das Böse zu vernichten. Eigentlich ein Fehlschlag.

„.. das Böse ist (noch) immer und überall.“ Aber das Spannende und die Herausforderung in Eurem Leben ist: Ihr Menschen könnt ja auch „Nein“ sagen. Du weißt doch sehr wohl was gut und was böse ist!? Bitte enttäusch mich nicht.

   
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