Der Gickel Dezember 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,
das Jubiläumsjahr zur 500. Wiederkehr des Thesenanschlags durch den Reformator Martin Luther ist inzwischen zu Ende. Im ganzen Land, so auch hier „unter mir“ hat es interessante und sehr engagierte Veranstaltungen gegeben. Viele sind gekommen, andere haben den diesmal freien Reformationstag am 31. Oktober hoffentlich wenigstens genossen. Über die Nachhaltigkeit lässt sich sicher trefflich streiten. Mir hat es auf jeden Fall gefallen, wie sich Christenmenschen doch ihre Gedanken gemacht haben über die Welt und die Kirche. An der durch Groß-Zimmern „wandernden“ Thesentür konnten sich Menschen mit ihren persönlichen „Thesen“ einbringen. Ein dickes Lob will ich den Jugendlichen aussprechen, die im Gottesdienst am 31. Oktober ihre und die Sätze von Anderen zu einem bunten Strauß von Wünschen, Träumen, Hoffnungen und Forderungen zusammengebunden haben. Da ist mir tatsächlich der Kamm (vor Freude) geschwollen. An was erinnere ich mich noch? Ich wünsche mir eine Kirche, in der alle Generationen eine Heimat finden, die das Wissen der Alten schätzt und neugierig ist, auf die Ideen der Jungen. Dann lasst sie ran die Jungen! Das klappt hier schon ganz gut. Die Kirche mischt sich ein, wo sonst keiner hinschaut und steht dabei fest im Glauben an Gottes Güte und gibt auch den Zweiflern Raum. Das versucht sie auch und erinnert immer wieder Alle (auch die Ignoranten) daran, dass das Leben nur mit Hoffnung und Demut gelingen kann.