Liebe Leserin, lieber Leser,  

wenn ich euch Menschen so betrachte, dann bemerke ich eure so oft gar nicht so sonnigen Gesichter und höre eure gebetsmühlenhafte Sätze: „Das schaffe ich nicht!“ - „Warum immer ich?“ - „Ist doch eh alles sinnlos!“ usw.. Ihr haltet eure Gesichter (entgegen der Empfehlung auf der Titelseite) eben nicht in die Sonne, lasst euch eure Energien wegsaugen und werdet fest in einer negativen Stimmung. Mantraartige Sätze und sauertöpfische Gesichter lähmen euch, halten in mieser Laune, in Selbstmitleid und Ärger gefangen. Da macht ihr aus Mücken tatsächlich Elefanten anstatt, dass Du Dich dankbar deines Lebens freust.

Mit meinem Gickelshirn denke ich, es wäre ganz wichtig, Deine Nase der Sonne zuzustrecken und so die Schatten hinter Dir zu lassen. Für Euch Christen hält die Bibel doch ein wahres Füllhorn von positiven „Kraft-Sätzen“ bereit, die die Wirklichkeit verändern können.

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten. Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ (Psalm 27, 1)

„Ist GOTT für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Römer 8, 31)

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12, 21)

„Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich mit meiner rechten Hand.“ (Psalm 73, 23)

Ganz ähnlich sind Sätze, die nicht in der Bibel stehen, aber doch auch wie „Die-Nase-in-die-Sonne-steck-Worte“ funktionieren können.  „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.“ - „Übung macht den Meister.“ - „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“ - „Frisch gewagt ist halb gewonnen.“     

Zum Schluss möchte ich noch die jungen Leute zu Wort kommen lassen, die zu ihrem Werk in der Kapelle des St. Josephshauses in Klein-Zimmern diese Gedanken aufgeschrieben haben:

Manchmal ist das Leben strahlend und hell. Alles ist bunt, frisch, klar und in Ordnung. Das Leben ist ganz einfach! Ich fühle mich frei und leicht.

Manchmal wird es im Leben aber auch dunkel und bedrückend. Was schön war, ist auf einmal ganz finster. Ich fühle Angst und Ungewissheit. Ich will nicht, dass die schöne Zeit vorbei ist.

Manchmal ist das Leben schwarz wie die Nacht. Nichts macht Spaß, keiner kann mir helfen, nichts geht. Ich weine, tobe vor Wut oder bin ganz still und gefangen.

Manchmal im Leben bemerke ich, dass die Dunkelheit gar nicht so dunkel ist. Es zeigt sich, dass das Licht gar nicht ganz weg war. Ich fühle mich erleichtert und stark. Ich merke, wie ich daran wachse.

Das alles ist das Leben: Freude, Licht, Strahlen, Spaß, Leichtigkeit, Enge, Angst, Trauer, Wut, Stolz, Kraft… und all Jenes was auch noch dazu gehört.

Wie im letzten Jahr krähe ich Dir für Zuhause oder auf Reisen zu: „Von allen Seiten umgibst du mich, Gott, und hältst deine Hand über mir.“  (Ps. 139,5)                                       

Eine schöne Ferien- und Sommerzeit 

Dein / Euer / Ihr                    Gickel

 

   
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