🎵 Gickel als Audio anhören

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Moment, da diese Zeilen entstehen glüht mir der Bürzel durch die große Hitze. Nicht nur die Natur auch ihr Menschen stöhnt. Jetzt merkt ihr wieder mal, wie wichtig das Klima ist. Ein paar Tage ist es ganz schön, aber dann sehnt ihr euch nach Regen und kühleren Winden. Das Eis an den Polen und in den Bergen wird weniger. Drama in der Natur und politische Tragödien in Ländern - nicht nur weit weg. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, setzt jetzt auch noch „ein Virus“ allem die Krone auf.

 🎵 Gickel als Audio anhören

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

inzwischen haben Sie schon etliche Wochen eines ganz ungewohnten  Lebens hinter sich gebracht. Ihr tut mir natürlich leid und, da ich hier nicht wegkann muss ich mir das von hier oben anschauen. Es ist seltsam, denn der Himmel über mir ist blauer geworden, so ganz ohne Kondensstreifen. Es ist leiser geworden und die Menschen weniger und weniger geschäftig. Einige haben dafür gut zu tun, da sie „systemrelevant“ sind. Es herrscht kein Chaos und es geht doch irgendwie - anders halt. Ich richte mich nach wie vor nach dem Wind, was bleibt mir auch anderes übrig?

Liebe Leserin, lieber Leser,

und gerade noch „Weihnachtszeit“ und schon folgt das „Osterheft“.

Wenn ihr Gäste erwartet, dann deckt ihr euren Tisch sehr schön—mit allem drum und dran. So einladend hergerichtet wird das Möbel zum Symbol. Zusammen zu Tisch sitzen und speisen hat große Bedeutung. So wird der Tisch zum Zeichen für eure Zusammengehörigkeit. Bei euren Feiern, wie Hochzeiten, Geburtstagen und Konfirmationen wird so mancher schnaufen: „Schon wieder essen!? Wir hatten gerade doch erst das Mittagessen!“ Ihr tafelt ja nicht, weil ihr Kohldampf schiebt, sondern weil eure Tischgemeinschaft zeigt, dass ihr miteinander verbunden seid und das auch, wenn ihr euch gar nicht so oft seht. Gemeinschaft! Aber dieses Bewusstsein scheint bei euch verloren zu gehen. Gemeinschaftliches Essen steht für Gastfreundschaft und Verbundenheit.

Liebe Leserin, lieber Leser,  

wenn ich die Welt unter mir so anschaue, dann kommt mir manchmal schon das kalte Grausen. Wie tief kann ein Mensch sinken? Da bin ich froh, dass ich ein „Gallus gallus domesticus“ bin. Es wird soviel von Respekt, Werten und Moral gesprochen. Ja, gesprochen, angemahnt und „auf das Schärfste“ verurteilt. Bei schlimmen Vergehen muss natürlich die volle Härte eurer weltlichen Gesetze greifen!!! In dem Punkt gehe ich d'accord mit allen Menschen guten Willens.

Aber wie sieht's mit Dir/mit Ihnen aus?  Mit  den  Otto  Normalverbrauchern und Lieschen Müllers?

„Auf dem Supermarkt-Parkplab merken Sie, dass man Ihnen zehn Euro zu viel herausgegeben hat. Was machen Sie?“

Liebe Leserin, lieber Leser,  

wenn ich euch Menschen so betrachte, dann bemerke ich eure so oft gar nicht so sonnigen Gesichter und höre eure gebetsmühlenhafte Sätze: „Das schaffe ich nicht!“ - „Warum immer ich?“ - „Ist doch eh alles sinnlos!“ usw.. Ihr haltet eure Gesichter (entgegen der Empfehlung auf der Titelseite) eben nicht in die Sonne, lasst euch eure Energien wegsaugen und werdet fest in einer negativen Stimmung. Mantraartige Sätze und sauertöpfische Gesichter lähmen euch, halten in mieser Laune, in Selbstmitleid und Ärger gefangen. Da macht ihr aus Mücken tatsächlich Elefanten anstatt, dass Du Dich dankbar deines Lebens freust.

   
© 2014-2020 evang. Kirchengemeinde Groß-Zimmern

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.