Liebe Leserin, lieber Leser,

und gerade noch „Weihnachtszeit“ und schon folgt das „Osterheft“.

Wenn ihr Gäste erwartet, dann deckt ihr euren Tisch sehr schön—mit allem drum und dran. So einladend hergerichtet wird das Möbel zum Symbol. Zusammen zu Tisch sitzen und speisen hat große Bedeutung. So wird der Tisch zum Zeichen für eure Zusammengehörigkeit. Bei euren Feiern, wie Hochzeiten, Geburtstagen und Konfirmationen wird so mancher schnaufen: „Schon wieder essen!? Wir hatten gerade doch erst das Mittagessen!“ Ihr tafelt ja nicht, weil ihr Kohldampf schiebt, sondern weil eure Tischgemeinschaft zeigt, dass ihr miteinander verbunden seid und das auch, wenn ihr euch gar nicht so oft seht. Gemeinschaft! Aber dieses Bewusstsein scheint bei euch verloren zu gehen. Gemeinschaftliches Essen steht für Gastfreundschaft und Verbundenheit.

Liebe Leserin, lieber Leser,  

wenn ich die Welt unter mir so anschaue, dann kommt mir manchmal schon das kalte Grausen. Wie tief kann ein Mensch sinken? Da bin ich froh, dass ich ein „Gallus gallus domesticus“ bin. Es wird soviel von Respekt, Werten und Moral gesprochen. Ja, gesprochen, angemahnt und „auf das Schärfste“ verurteilt. Bei schlimmen Vergehen muss natürlich die volle Härte eurer weltlichen Gesetze greifen!!! In dem Punkt gehe ich d'accord mit allen Menschen guten Willens.

Aber wie sieht's mit Dir/mit Ihnen aus?  Mit  den  Otto  Normalverbrauchern und Lieschen Müllers?

„Auf dem Supermarkt-Parkplab merken Sie, dass man Ihnen zehn Euro zu viel herausgegeben hat. Was machen Sie?“

Liebe Leserin, lieber Leser,  

wenn ich euch Menschen so betrachte, dann bemerke ich eure so oft gar nicht so sonnigen Gesichter und höre eure gebetsmühlenhafte Sätze: „Das schaffe ich nicht!“ - „Warum immer ich?“ - „Ist doch eh alles sinnlos!“ usw.. Ihr haltet eure Gesichter (entgegen der Empfehlung auf der Titelseite) eben nicht in die Sonne, lasst euch eure Energien wegsaugen und werdet fest in einer negativen Stimmung. Mantraartige Sätze und sauertöpfische Gesichter lähmen euch, halten in mieser Laune, in Selbstmitleid und Ärger gefangen. Da macht ihr aus Mücken tatsächlich Elefanten anstatt, dass Du Dich dankbar deines Lebens freust.

Liebe Leserin, lieber Leser,  

dem „Weihnachtsheft“ folgt schon wieder mal das „Osterheft“. Die Lateiner sagen da „tempus fugit!“. Ihr Menschen spürt es ja noch viel mehr als ich, wenn´s ziept und zwackt: „Die Zeit vergeht wie im Fluge!“. Damit musst Du leben Mensch!

Ach, da ich gerade davon spreche: ICH WÜNSCHE DIR ZEIT heißt ein Gedicht der Lyrikerin Elli Michler (1923 - 2014). Fühle Dich damit von mir beschenkt und angesprochen.

Liebe Leserin, lieber Leser,  

und wieder einmal geht das Jahr dem Ende zu. Was soll ich sagen? Auch ich altere und mein Dienst wird immer beschwerlicher. Die Müdigkeit nimmt zu und meine Gedanken fließen nicht mehr so flott. Es wird so langsam Zeit …. Doch wieder aufgerafft, steht doch wieder ein großes Fest vor der Tür und mit dem neuen Jahr 2019 soviel Unbekanntes!

   

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