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Merbitz-Zahradnik, Michael

Pfarrer und Stimme des Kirchturm Gickels

Der Gickel Dezember 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, wie viele Menschen finden es schade, dass das Jahr schon wieder zu Ende geht und wie viele mögen denken: „Got sei Dank, dass dieses Jahr bald vorbei ist und ich neue Hoffnung in ein neues Jahr seben kann?“ Wenn ich mir Eure Welt so ansehe, dann fällt mir oft nichts mehr ein. Was soll ich sagen? Wieder ein Jahr vor- bei, wieder ein Jahr älter und die Zähig- keit geht langsam aber sicher in Beschwerlichkeit und Müdigkeit über. Doch noch einmal zusammengerissen, denn wieder steht das Fest der Feste vor unseren Türen und mit dem neuen Jahr 2020 viel unbekanntes Freudiges und Leidiges - Erschüterndes und Mutmachendes! „Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gofl, zu unsern Zeiten“. (ev. Gesang- buch Nr. 421) Seit weit über tausend Jahren singen die Christen verzweifelt und sehnsüchtig solche Worte. Sie gelten Dir und Deinen Mitmenschen und sie werden in Zukunft gelten. Auch nach diesem zur Neige gehenden 2019 mit der Jahreslosung „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ „Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gofl, zu unsern Zeiten“. (Ps. 34,15)

Der Gickel September 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn ich die Welt unter mir so anschaue, dann kommt mir manchmal schon das kalte Grausen. Wie tief kann ein Mensch sinken? Da bin ich froh, dass ich ein „Gallus gallus domesticus“ bin. Es wird soviel von Respekt, Werten und Moral gesprochen. Ja, gesprochen, angemahnt und „auf das Schärfste“ verurteilt. Bei schlimmen Vergehen muss natürlich die volle Härte eurer weltlichen Gesetze greifen!!! In dem Punkt gehe ich d'accord mit allen Menschen guten Willens. Aber wie sieht's mit Dir/mit Ihnen aus? Mit den Otto Normalverbrauchern und Lieschen Müllers? „Auf dem Supermarkt-Parkplab merken Sie, dass man Ihnen zehn Euro zu viel herausgegeben hat. Was machen Sie?“

Der Gickel Juni 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn ich euch Menschen so betrachte, dann bemerke ich eure so oft gar nicht so sonnigen Gesichter und höre eure gebetsmühlenhafte Sätze: „Das schaffe ich nicht!“ - „Warum immer ich?“ - „Ist doch eh alles sinnlos!“ usw.. Ihr haltet eure Gesichter (entgegen der Empfehlung auf der Titelseite) eben nicht in die Sonne, lasst euch eure Energien wegsaugen und werdet fest in einer negativen Stimmung. Mantraartige Sätze und sauertöpfische Gesichter lähmen euch, halten in mieser Laune, in Selbstmitleid und Ärger gefangen. Da macht ihr aus Mücken tatsächlich Elefanten anstatt, dass Du Dich dankbar deines Lebens freust.

Der Gickel Februar 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, dem „Weihnachtsheft“ folgt schon wieder mal das „Osterheft“. Die Lateiner sagen da „tempus fugit!“. Ihr Menschen spürt es ja noch viel mehr als ich, wenn´s ziept und zwackt: „Die Zeit vergeht wie im Fluge!“. Damit musst Du leben Mensch! Ach, da ich gerade davon spreche: ICH WÜNSCHE DIR ZEIT heißt ein Gedicht der Lyrikerin Elli Michler (1923 - 2014). Fühle Dich damit von mir beschenkt und angesprochen.

Der Gickel Dezember 2018

Liebe Leserin, lieber Leser, und wieder einmal geht das Jahr dem Ende zu. Was soll ich sagen? Auch ich altere und mein Dienst wird immer beschwerlicher. Die Müdigkeit nimmt zu und meine Gedanken fließen nicht mehr so flott. Es wird so langsam Zeit …. Doch wieder aufgerafft, steht doch wieder ein großes Fest vor der Tür und mit dem neuen Jahr 2019 soviel Unbekanntes!