Standardbild

Merbitz-Zahradnik, Michael

Pfarrer und Stimme des Kirchturm Gickels

Der Gickel März 2021

Liebe Leserin, lieber Leser, „Grüß Gott“ und „Gude“ wie man in unseren Breiten ja so schön sagt! „Ihrer Hühner waren drei – und ein stolzer Hahn dabei.“ So kennt Ihr es von Wilhelm Busch und seinen Geschichten von Max und…

Der Gickel Dezember 2020

Liebe Leserin, lieber Leser, am 31. Dezember 2019 titelte die Zeitung mit den vier großen Buchstaben: „2020 – Warum es ein Super-Jahr wird“. Dass Euer Leben nicht immer nach Wunsch verlaufen muss, wurde nur wenige Wochen später sehr real und…

Der Gickel September 2020

Liebe Leserin, lieber Leser, im Moment, da diese Zeilen entstehen glüht mir der Bürzel durch die große Hitze. Nicht nur die Natur auch ihr Menschen stöhnt. Jetzt merkt ihr wieder mal, wie wichtig das Klima ist. Ein paar Tage ist es ganz schön, aber dann sehnt ihr euch nach Regen und kühleren Winden. Das Eis an den Polen und in den Bergen wird weniger. Drama in der Natur und politische Tragödien in Ländern - nicht nur weit weg. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, setzt jetzt auch noch „ein Virus“ allem die Krone auf.

Der Gickel Mai 2020

Liebe Leserin, lieber Leser, inzwischen haben Sie schon etliche Wochen eines ganz ungewohnten Lebens hinter sich gebracht. Ihr tut mir natürlich leid und, da ich hier nicht wegkann muss ich mir das von hier oben anschauen. Es ist seltsam, denn der Himmel über mir ist blauer geworden, so ganz ohne Kondensstreifen. Es ist leiser geworden und die Menschen weniger und weniger geschäftig. Einige haben dafür gut zu tun, da sie „systemrelevant“ sind. Es herrscht kein Chaos und es geht doch irgendwie - anders halt. Ich richte mich nach wie vor nach dem Wind, was bleibt mir auch anderes übrig?

Der Gickel März 2020

Liebe Leserin, lieber Leser, und gerade noch „Weihnachtszeit“ und schon folgt das „Osterheft“. Wenn ihr Gäste erwartet, dann deckt ihr euren Tisch sehr schön—mit allem drum und dran. So einladend hergerichtet wird das Möbel zum Symbol. Zusammen zu Tisch sitzen und speisen hat große Bedeutung. So wird der Tisch zum Zeichen für eure Zusammengehörigkeit. Bei euren Feiern, wie Hochzeiten, Geburtstagen und Konfirmationen wird so mancher schnaufen: „Schon wieder essen!? Wir hatten gerade doch erst das Mittagessen!“ Ihr tafelt ja nicht, weil ihr Kohldampf schiebt, sondern weil eure Tischgemeinschaft zeigt, dass ihr miteinander verbunden seid und das auch, wenn ihr euch gar nicht so oft seht. Gemeinschaft! Aber dieses Bewusstsein scheint bei euch verloren zu gehen. Gemeinschaftliches Essen steht für Gastfreundschaft und Verbundenheit.