Seit Ostersonntag können wir unsere frisch renovierte Kirche wieder nutzen. Was wir mit einem Festgottesdienst und einer wohltuend schlichten Feier begangen haben. In verkürzter Form geben wir die Worte von Pfarrer Michael Fornoff, dem zusammen mit den Mitgliedern des Bauausschusses und allen anderen Beteiligten ein Riesenkompliment gebührt, wieder:        (mmz)

 

 

Seit dem 12. März 2003 bestand mit der Kirchenverwaltung der EKHN die Übereinkunft, dass in den folgenden Jahren sowohl eine Außen-, als auch einen Innenrenovierung durchgeführt werden sollte.

 

Zunächst sollten daraus drei Bauabschnitte werden: 1. Turm, 2. Außenfassade und 3. Innenrenovierung.

Der Kirchenvorstand entschied sich im Sommer 2005 dazu die Außensanierung durchzuführen, wobei die Kosten für den Turmbereich auf ca. 63.500 Euro und für die Kirchenfassade auf ca. 58.500 Euro geschätzt wurden. Neben Taubenabwehr, neuem Verputz, Sandsteinsanierungsarbeiten, neuen Schallläden bekam unsere Kirche einen überarbeiteten Turmbalkon

Die Baugenehmigung erfolgte am 02. August 2005 und zügig wurden die Arbeiten im Herbst insbesondere durch die Firma Steinbeck umgesetzt. Die Baumaßnahme kostete ca. 146.000 Euro, wobei wir von der Landeskirche einen Zuschuss von gut 40.000 Euro bekamen. Die Kosten beim Turm beliefen sich auf ca. 75.000 Euro und bei der Kirchenaußenfassade auf ca. 71.000 Euro.

Nach einem Jahr Pause sollte dann Anfang 2007 als Winterbaustelle die Innenrenovierung umgesetzt werden. Im vergangenen Jahr erfolgten verschiedene Voruntersuchungen und die Vorbereitung des dritten Bauabschnittes. Wie schon bei der Aussenfassade entschied sich der Kirchenvorstand die ObjektGestaltung Planungs GmbH Hix und Dascher zu beauftragen.

Die Baugenehmigung wurde am 27. Dezember 2006 ausgestellt. Schon eine Woche darauf wurde die Kirche am 03. Januar 2007 ausgeräumt und die umfangreichen Arbeiten begannen. Zunächst musste der Innenputz bis auf eine Höhe von gut 2,50 Meter mit Presslufthämmern entfernt und erneuert werden. Auch die gesamte Elektroverkabelung musste erneuert werden. Eine neue Verstärkeranlage wurde eingebaut. Die Orgel wurde grundüberholt und bekam ein neues Trompetenregister. Die Schränke in der Sakristei wurden, wie auch die Liedtafeln, erneuert und viele andere Dinge wurden instand gesetzt. Große Probleme bereiteten uns zum einen die Decke im Kirchenschiff und der Bauschwamm der in einer Türnische entdeckt wurde.

Tätig waren in diesem Bauabschnitt insbesondere die Firmen Steuernagel und Lampert unter der Leitung von Jörg Held - die Firma Elektro Schmidt aus Rossdorf - die Firma Strässer aus Stuttgart und die Orgelbaufirma Höckel aus Kassel - sowie die Zimmerei Vogel, und die Schreinerei W77 Gütte.

Als Zuschüsse wurden von der EKHN 61.800 Euro und 5.000 Euro für die Orgelsanierung zugesagt. Insgesamt entstanden Kosten in Höhe von ca. 250.000 Euro.

Von Herzen sind wir dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Hix und Dascher, dem Restaurator Herrn Hangleiter, der Beratung durch die Bauabteilung der Landeskirche in Person von Frau Stefanie Ebenritter, den Mitarbeitern unseres Dekanats Reinheim, der Regionalverwaltung Odenwald für die Finanzabwicklung und allen beteiligten Baufirmen, sowie den Mitgliedern des Kirchenvorstands, insbesondere dem Bauausschuss, den vielen freiwilligen Helfern beim Ausräumen, beim Umbauen des Gemeindehauses, dem Wiedereinräumen der Kirche.

 

Danke sagen möchten wir auch den Pfarrkolleginnen und –kollegen: Burkholz, Schröck-Lichtenstern,  Stoklossa, Steinhaus, Opfermann, Zepf und Zeyer, sowie der Prädikantin Held-Knodt für die Aushilfe bei den vielen Gottesdiensten, Andachten und bei Kasualvertretungen.

Allen anderen, die jetzt nicht besonders erwähnt wurden sei an dieser Stelle ebenfalls von Herzen gedankt!

 

Noch ein kurzer Ausblick:

 

Nachdem nun die Raumschale unserer Kirche wieder in einem hervorragenden Zustand ist gäbe es noch einige kleine Projekte, die lohnend wären umgesetzt zu werden. Unsere wertvollen Jugendstilfenster müssten dringend gereinigt werden, das Gemälde über der Sakristei müsste restauriert werden und auch am Kruzifix wäre aus kunsthistorischer Sicht einiges zu tun – vielleicht ein Bauabschnitt in zukünftigen Jahren.

Wir freuen uns nun sehr, dass alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind und wünschen der frisch renovierten evangelischen Kirche, dass in Zukunft immer mehr Menschen sich in ihr wohl fühlen, im Glauben gestärkt werden und viele gute Glaubenserfahrungen machen. Möge Gottes reicher Segen ausgegossen werden auf unsere Gemeinde und alle Menschen die in dieser Kirche ein und ausgehen.

Gott sei Ehre in Ewigkeit. Amen.      (mf)

 

   
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