Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem Grüßen und Verabschieden ist das bei Euch ja so eine Sache. Mir scheint es dort drunten immer muffeliger zu werden. Mit Stöpseln in den Ohren, „Tomaten auf den Augen“, einem scheinbaren Kloß im Hals und den Augen auf dem Display kann es mit der Aufmerksamkeit nicht mehr weit her sein. Das ist gefährlich und sehr schade! Dabei freue ich mich über jedes herzliche „Gude!“, „Hallo“ und ganz besonders dem scheinbar schnodderigen „Tschüss!“.

Ich finde, dass dieses so kurz angebunden klingende „Tschüss“ ein schöner Gruß zum Abschied ist! Warum?

Liebe Leserin, lieber Leser,

inzwischen ist schon wieder viel gewesen: Im Ort und in der weiten Welt. Freude, aber meist doch Leid. So vieles beschäftigt Euch und manche Schultern sind schwer beladen. Andere regen sich über das Tanzverbot am Karfreitag auf und merken gar nicht wie sehr sie sich mit ihrem mangelnden Nachdenken selber weh tun. Klar habt ihr Menschen viele Freiheiten, was ich toll finde. Ich habe bei Hitze oder Kälte zu machen, was der Wind will! All denen, die ja so frei sind, sei mal gesagt: Wenn du schon nichts von Kirche und Glaube hältst, dann sei wenigstens dankbar dafür, dass die Kirche dir mindestens fünf arbeitsfreie Tage im Jahr beschert. So bleiben immer noch 360 Tage an denen du tanzen kannst.

Liebe Leserin, lieber Leser,     

es wird wieder langsam heller und wärmer, Dir geht es hoffentlich besser und Du kannst die Sonne im Herzen wieder mit realen Sonnenstrahlen „aufladen“. Wenn ich mich aber so von hier oben umschaue, dann sehe ich in der Welt viel an Härte, Kälte und Unbarmherzigkeit. Die Menschen scheinen das schöne Jesus-Gleichnis vom barmherzigen Samariter vergessen zu haben. Jener Samariter der zum Nächsten des Überfallenen auf dem Weg nach Jericho geworden ist. Vermutlich wirst Du sagen: Aber nein, ich hätte natürlich wie dieser barmherzige Samariter gehandelt. Ich bin doch nicht so, wie die Menschen, die im letzten Jahr im Vorraum einer Bank über einen zusammengebrochenen Rentner gestiegen sind. Das ist schon hart, unerbittlich und unentschuldbar in einer solchen extremen Situation. Andererseits:

Liebe Leserin, lieber Leser,     

ich freue mich jedes Jahr neu, wenn unter mir in der Kirche die schöne Weihnachtskrippe von geschickten Händen aufgebaut wird. Wenn das bekannte Bild dann wieder in sanftes Licht getaucht ist, dann berührt es immer wieder. Alle Jahre wieder…..!
Maria, Josef mit der Laterne und das Jesuskind in der Krippe, umgeben von pieken - dem Stroh. Die Hirten kommen und die drei Könige aus dem Morgenland beten das Kindlein an. Für euch Menschen ist das doch zu dem Bild geworden! Das ist Weihnachten. Diese Szenerie kommt irgendwie heimelig herüber. Es scheint euch eine kleine Welt zu sein, die euch anrührt und ein Gefühl von Geborgenheit in euch erzeugt.

Liebe Leserin, lieber Leser,     

schon wieder mal machen wir einen Salto über das Ende der Sommerferien, Erntedank, hin zum Ewigkeitssonntag und schon wir haben den ersten Adventssonntag.

Im letzen Jahr stand an dieser Stelle:

Ihr Menschen gedenkt der großen Kriege in der Geschichte und hofft auf Frieden für alle Welt. Dazwischen habt Ihr soviel erlebt, besonders auch an Schlimmem. Vieles, was auch gar nicht zu verstehen ist.

   

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